LimbSafe20% und Lauflabor-Register
Projekt der Vorsorgungsforschung

LimbSafe 20% und Lauflabor-Register
03.2017 – 28.02.2019

Land Brandenburg (Gesundheitscampus Brandenburg) & Firma Endoscout, Firma EveristHealth, Firma Grünenthal

Projektpartner 
Prof. Ritter, MHB; Prof. Grune, DIfE; Prof. Butter, Immanuel Klinikum Bernau; Albes, Immanuel Klinikum Bernau

LimbSafe20% (Kurzbeschreibung)

Durch den schleichenden Charakter der gefährlichen pAVK fallen derzeit Patientinnen und Patienten sowohl kurzfristig (rechtzeitiger medizinischer Eingriff) als auch langfristig (konsequente Vor- und Nachsorge) durch das Raster. Hierdurch sind sowohl die gesundheitsökonomischen Kosten als auch die patientenindividuellen Konsequenzen dramatisch. Aus aktuellen Versorgungsdaten in Zusammenarbeit mit der gesetzlichen Krankenkasse AOK, wird mit dem Projekt LimbSave20% eine sektorenübergreifende (zwischen Klinik & Krankenkasse) überregionale und patientenlongitudinal angelegte Prävention, Diagnostik und Therapiekette aufgebaut. Das Ziel von LimbSave20% ist die Major und Minor Amputationsrate in 5 Jahren im Land Brandenburg um 20% zu senken. Dieses Projekt ist das Herzstück der Hochschulklinik für Angiologie am Gesundheitscampus Brandenburg. Das Alleinstellungsmerkmal von LimbSave20% liegt im universitären Charakter dieser Plattform und zielt insbesondere auf die primäre Translation bzw. Uniklusion der Patient/innen in der Non-Metropol-Region Brandenburg (Uniklusion – Einschluss von Patient/innen in eine moderne Hochschulmedizin). Dieser Ansatz soll am Standort Brandenburg über die Etablierung von Beinschmerzambulanzen, sogenannten interdisziplinären LimbPainUnits (iLPU®), an mehreren Standorten in Analogie zu den  etablierten ChestPainUnits (CPU) der Kardiologien erfolgen. Europaweit zeigte die Etablierung der CPU eine signifikante Verbesserung der Prävalenz vom akuten Koronarsyndrom.

Etablierung einer Pilot LimbPainUnit (Kurzbeschreibung)

In diesem Projekt soll die erste Pilot-Beinschmerzambulanz am Standort Brandenburg an der Havel, Städtisches Klinikum Brandenburg etabliert werden. Die Abläufe der Patientenversorgung werden an der Beinschmerzambulanz / interdisziplinären LimbPainUnits (iLPU®s) standardisiert und über einheitliche Messparameter für ein breites diagnostisches Methodenrepertoire (z.B. Dopplersonographie, ABI-Messung, FMD-Messungen, Laufband-Tests, Schmerzfragebögen, Pulswellengeschwindigkeit, Retinal-Diagnostik) umgesetzt. Für die Durchführung der Messungen, sowie der weiteren Behandlung und Versorgung der Patient/innen werden den untersuchenden Ärzten Standard-Operation-Procedures (SOP) in Form von Protokollen zur Verfügung stehen, um die Abläufe systematisch einzuhalten.

Lauflabor (Kurzbeschreibung)

Die SOPs sollen dazu in Form einer Untersuchungsreihe (Lauflabor) abgearbeitet werden. Alle Patientendaten die im Lauflabor an den iLPUs erfasst sind, sollen zugleich im Lauflabor-Register gespeichert werden. Das Lauflabor-Register wird wertvolle Aussagen über die angiologische Versorgungssituation im Land Brandenburg liefern und wird in Zukunft für Forschungsfragen und Analysen herangezogen.